In der Regel bearbeitet die NADA Anträge auf Medizinische Ausnahmegenehmigung von Athletinnen und Athleten, die auf nationaler Ebene starten bzw. Mitglied des eines NADA-Testpools (ATP, NTP, TTP) oder einer TUE-pflichtigen Liga in Deutschland sind. Für Athletinnen und Athleten, die auf internationaler Ebene starten oder die einem internationalen Testpool (RTP) angehören, ist der jeweilige internationale Sportfachverband (IF) zuständig.
Athletinnen und Athleten, die bereits eine TUE der NADA besitzen und an internationalen Wettkämpfen teilnehmen möchten, müssen ihre TUE vor der Teilnahme vom zuständigen IF anerkennen lassen. Das Anerkennungsverfahren ist je nach Verband unterschiedlich geregelt. Einige Fachverbände erkennen TUEs der NADA automatisch an, andere fordern zur Anerkennung neben der TUE-Urkunde ausführliche medizinische Unterlagen. In manchen Fällen, z. B. kurz vor internationalen Wettkämpfen, kann es deshalb auch für Athletinnen und Athleten eines NADA-Testpools sinnvoll sein, eine TUE direkt beim IF zu beantragen.
Sollte Unklarheit darüber bestehen, bei welcher Anti-Doping Organisation eine TUE beantragt werden muss, können Athletinnen und Athleten sich gerne an die NADA wenden, die sie bei der Feststellung der Zuständigkeit unterstützt.